History Tales. Fakt und Fiktion im Historienbild
Seit Ende September 2023 präsentieren die Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien erneut eine Ausstellung transhistorischer Ausrichtung mit Werken aller drei Sammlungen der Akademie – Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett, Glyptothek – und hochkarätigen internationalen Leihgaben in Wechselwirkung mit zeitgenössischen Positionen.
Ab Februar werden rund 70 Arbeiten aus dem Kupferstichkabinett aus konservatorischen Gründen durch äquivalente Werke ersetzt sowie einige teilweise für die Ausstellung neu geschaffene zeitgenössische Werke von Alexander Kluge und Megan Francis Sullivan gezeigt. Dies bietet die Gelegenheit, die Ausstellung aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Parallel zu dieser Umhängung erscheint der Katalog zur Ausstellung. Aus diesem Anlass laden die Kunstsammlungen am 7. März 2024 zur Midissage!
Das Thema der Ausstellung ist in diesem historischen Moment einer viel zitierten „Zeitenwende“ von unerwarteter Brisanz, von geradezu erschreckender Aktualität, scheint doch ein weltpolitisches und ökonomisches Gleichgewicht von Werten und Kräften – auch durch den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten ausgelöst – aus dem Takt zu geraten und eine globale Verschiebung unabsehbaren Ausmaßes in Gang zu setzen. Vor diesem Hintergrund geht die Ausstellung der Darstellung von Geschichte und deren Erzählungen in Bezug auf Identität und Nation nach. Wie stellen sich Aufstieg und Fall von Zivilisationen in der Geschichte dar, wie wird die Hybris des Menschen in den Historienbildern seit dem 17. Jahrhundert allegorisiert? Und welche medialen Transformationen durchlaufen die Darstellungen von Mythen, Held_innen / Herrscher_innen und einschneidenden historischen Ereignissen seit dem 19. Jahrhundert bis heute mit der Erfindung von Fotografie,
Pressegrafik und Film?